[Test] Enermax JAZZ EB307ES-B
Ich habe meine alte externe Festplatte reklamiert und mir stattdessen vorgenommen, aus einem Gehäuse für externe Festplatten und einer internen HDD selbst etwas zusammenzustellen.
Meine Wahl fiel nach einigen Vergleichen auf das JAZZ-Gehäuse von Enermax, da dieses in meiner gewählten Ausführung sowohl USB 2.0 als auch eSATA bietet. Vor allem letzteres war Hauptkriterium für den Kauf, da mir die Übertragungsraten über USB zu langsam waren. Ganz nebenbei gibt das Gehäuse auch optisch einiges her.
Der Preis mag zwar etwas über dem von anderen einschlägigen Gehäusen liegen, aber dieser Aufpreis spiegelt sich vor allem in der Verarbeitungsqualität wieder:
- Das Gehäuse ist nahezu vollständig aus Aluminium gefertigt
- Eine Festplatte lässt sich mit wenigen Handgriffen (de-)montieren und das völlig ohne Schrauben
- Der Lack ist deckend und stabil
An der Vorderseite hat das Gehäuse eine blaue LED als Power-Indikator sowie eine violette LED, die bei Festplattenaktivität aufleuchtet.
Desweiteren bietet das Gehäuse zwei Möglichkeiten zur Aufstellung, einerseits hochkant in einem mitgelieferten Gestell, andererseits flach, wobei es sich empfiehlt die beigelegten Gummifüße zu montieren.
Mir persönlich jedoch kam es so vor als hätte das Laufwerk in der flachen Aufstellung eine bessere Laufruhe als in der Hochkantvariante.
Damit wären wir auch schon bei dem recht großzügigen Lieferumfang des Gehäuses. Bei mir enthielt die Verpackung:
- Das Gehäuse
- Ein 100-240V Netzgerät zur Spannungsversorgung
- Eine Montage- und Installationsanleitung (Englisch)
- Die Aufstellhalterung aus Kunststoff
- Ein USB-Kabel
- Ein eSATA-Kabel
- Ein Blendenslot-Adapter von S-ATA auf eSATA
- Ein Satz einseitig selbstklebende Gummifüße für das Gehäuse
Als verbaute Festplatte habe ich die Samsung Spinpoint F1 HD103UJ mit 1 TB Speicher gewählt, da ich mit dieser Platte bereits gute Erfahrungen gemacht habe.
Mit dieser Konfiguration erreiche ich in etwa folgende Lese- und Schreibgeschwindigkeiten:
- USB 2.0: etwas über 20 MB/s
- eSATA: zwischen 60 und 90 MB/s (je nach Datenposition)
Dank der vielen Luftdurchlässe und der Vollmetallbauweise wird das Gehäuse auch nach mehreren Stunden eSATA Betrieb kaum mehr als Handwarm. Ich werde bald noch ein paar Fotos mit einer Wärmebildkamera nachliefern.
Soweit zum Positiven. Kritikpunkte gibt es selbstverständlich auch, allerdings sind diese nicht allzu gravierend:
- Der "Lock"-Schalter zum Verriegeln des Gehäuses klappert leicht während des Gehäusetransports. Im normalen Betrieb verhält es sich aber ruhig.
- Die blaue LED leuchtet durchgehend, solange das Gehäuse mit Strom versorgt wird. Daher muss man es immer vom Strom trennen bzw. am Kippschalter auf der Rückseite des Gehäuses deaktivieren. Nett wäre es, wenn sich die LED bei abgeschalteter Festplatte auch abschalten würde.
Mein bisheriges Fazit:
Ich bin mit dem Gehäuse rundum zufrieden, mal abgesehen von einigen Kleinigkeiten. Der von mir erwartete Geschwindigkeitszuwachs von USB auf eSATA wurde voll erfüllt, es ist stabil, bisher sehr zuverlässig und sieht dabei auch noch gut aus.
Was noch kommt:
- Bilder! Ich hatte bisher noch keine Zeit welche zu machen und möchte auch ungern Fremdbilder verwenden, daher bitte ich noch um etwas Geduld. Als kleines Schmankerl wird es aber auch Wärmebildfotografien dazu geben.
- Ein Rückblick nach 2-3 Monaten Betrieb, vielleicht fällt mir in der Zwischenzeit ja noch etwas ein.